... seit 1967 wird wieder Fussball gespielt ....

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GV Eintracht Autenried auf FuPa

Chronik der Abteilung Fußball

Die ersten Aufzeichnungen über die Gründung der Abteilung Fußball lassen sich aus dem Vereinsprotokoll vom 03.09.1949 entnehmen. Auf Einladung von Herrn Engelbert Harlander und Herrn Johann Schuler wurden alle Bürger und Neubürger am 03.09.1949 zur Neugründung der Geselligen Vereinigung Eintracht Autenried in den Sommerkeller eingeladen. Die anwesenden 66 Personen beschlossen den Verein Gesellige Vereinigung Eintracht Autenried mit den Abteilungen Musik, Gesang, Theater und Sport zu gründen.

1950 kommt die Abteilung Sport in Schwung, es wurde bei der Generalversammlung vom 19.03.1950 ein Fußballplatz und Sportausrüstung beantragt.

Auch auf die Geselligkeit legte man in den Anfangsjahren besonderen Wert, wie eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1951 beweist. Es steht in den Vereinsanalen geschrieben, dass die an den Tagen des 21.01. und 28.01.1951 durchgeführten Faschingsveranstaltungen für alle Teilnehmer ein großes karnevalistisches Erlebnis war. Besonders der an der zweiten Veranstaltung durchgeführte Faschingszug mit dem anschließenden internationalen Fußballmatch brachte die vielen zum großen Teil auswärtigen Besucher in großes Erstaunen.

Die erste Vereinssatzung wurde bei der gutbesuchten und von hitzigen Debatten begleiteten außerordentlichen Generalversammlung vom 15.04.1951 beschlossen. In dieser Fassung stand u. a. im § 1 zu lesen:

§ 1 Der Verein hat folgende Abteilungen: Schützen, Musik, Gesang und Fußball. Weitere Abteilungen können durch Beschluss der Generalversammlung gebildet werden.

Am 30. Juni 1951 startete die Abteilung Fußball zu einem zweitägigen Ausflug nach Garmisch. Mehr als 80 begeisterte Fußballanhänger nahmen diese Gelegenheit wahr und erlebten bei herrlichstem Wetter eine schöne Fahrt, die von der Geselligkeit und Kameradschaft getragen war.

Wenig zu berichten gab es in den Anfangsjahren der Abteilung Fußball über sportliche Erfolge. Umso mehr hatten die Kicker wohl Ihre größten Auftritte bei den Faschingsumzügen in Autenried. Hier ist aus dem Protokollbuch zu entnehmen, dass am

16.02.1952 ein Faschingszug mit anschließendem Fußballspiel stattfand. Hier schlugen die Inselschönheiten aus Haiti die alte Herrenriege in einem heißen Match.

Auf Einladung der „Sportfreunde Reisensburg“ nahm die I. Mannschaft der Sparte Fußball am 18.05.1952 an einem Pokalturnier in Reisensburg teil. Bei diesem Turnier waren folgende Mannschaften vertreten: Spfr. Reisensburg, SpVgg Ellzee, FC Unterknöringen und Eintracht Autenried. Die Eintrachtspieler zeigten sich bei diesem Pokalspiel in bester Verfassung und wurden 1. Pokalsieger.

Ein weiteres Pokalturnier folgte am 15. Juni 1952, Veranstalter war die SpVgg Ellzee. Bei diesem Turnier, dass im k.o. System ausgetragen wurde, belegte Autenried den 2. Platz. Turnierteilnehmer: SpVgg Ellzee, SC Ichenhausen, FC Burgheim und Autenried.

Von einem Faschingsumzug im Jahre 1953 wurde abgesehen, man beschloss bei der Ausschusssitzung am 04.12.1952 folgende Faschingsbälle zu veranstalten: Fußballerball, Vereinsball, Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr und Kehraus.

Am 14. Mai 1953 beendete die Sparte Fußball mit dem Spiel gegen Krumbach Ib die Verbandsrunde 1952/1953. Von 14 teilnehmenden Mannschaften konnte die junge Mannschaft den 4. Platz belegen. Punktverhältnis: 26:16 Torverhältnis: 66:32

Ausschusssitzung am 15. September 1953 beim Vereinskamerad Dürschmied: Der Sparte Fußball wurde für die Anschaffung von neuen Stutzen und Fußballschuhen ein Betrag von 120,-- DM genehmigt.

Bei der Generalversammlung vom 27. September 1953 stellten die Sportler den Antrag den Fußballplatz (Standort war die heutige Eisstockbahn) zu vergrößern, die Vorstandschaft versprach sich mit dem Besitzer Herrn Rudolph (Schlossbrauerei) kurzfristig in Verbindung zu setzen.

Auch im Jahre 1954 waren die Fußballer wieder für die Gestaltung des Fußballerballes am 23.01.1954 verantwortlich. Am Fußballerball spielte die Streichmusik; sie wurde mit 60,-- DM entschädigt. Der Eintritt betrug 1,20 DM.

Fußballverbandsrunde 1953/1954: Mit dem Spiel Ebershausen – Autenried am 16.05.1954 beendeten die Fußballer ihre Verbandsrunde. Als am vorausgegangenen Jahr am 16. August die Punktrunde begann, wünschte sich jeder den Aufstieg in die B-Klasse. Von Sieg zu Sieg eilten die Blau-gelben und konnten ungeschlagen die Herbstmeisterschaft erringen.

16.08.1953 

 Ellzee – Autenried

1 : 2 

 23.08.1953

 Autenried – Neuburg

 3 : 1

 30.08.1953

 Aletshausen – Autenried

 2 : 4

 06.09.1953

 Autenried – Kleinkötz

 3 : 1

 13.09.1953

 Waldstetten – Autenried

 2 : 4

 20.09.1953

 Unterwiesenbach – Autenried

 1 : 6

 

In der Rückrunde entbrannte ein heißer Kampf um die Spitze mit den Vereinen Neuburg und Behlingen. So war alles gespannt auf das letzte Spiel. Bei einem Sieg über Ebershausen wäre die Gruppenmeisterschaft errungen und somit der Aufstieg gesichert. Leider aber ging dieses wichtige Spiel verloren und somit stand Neuburg / Kammel mit einem Punkt Vorsprung als Meister fest.

Aber am 5. Juli 1954 konnte man sich doch noch über den Aufstieg in die B-Klasse freuen. Nachdem der Tabellenerste der C-Klasse Gruppe Günztal auf den Aufstieg in die B-Klasse Gruppe West verzichtet hatte, konnte die Eintracht anstelle des SV Neuburg in die B-Klasse aufsteigen. Da aber der bisherige Fußballplatz in der B-Klasse nicht den Verbands­vorschriften des Bayerischen Fußballverbandes entsprach musste kurzfristig nach einem größeren Platz geschaut werden.

Aus diesem Anlass kam die Vorstandschaft am 06.07.1954 mit dem Brauereibesitzerehepaar Rudolph in der Brauerei zusammen um vielleicht die Vergrößerung des bisherigen Platzes zu erlangen. Ausschussmitglied Herr Paluch erläuterte den anwesenden Personen die notwendige Vergrößerung des Sportplatzes und trat mit der Bitte an den Brauereibesitzer Rudolph heran, ob es möglich wäre einen größeren Platz zur Verfügung zu stellen. Herr Rudolph versprach am nächsten Tag bei einem Ortstermin Abhilfe.

Den alten Platz zu vergrößern hätte sich für beide beteiligten Parteien nachteilig ausgewirkt und somit wurde beschlossen den neuen Platz 100 m östlich zu verlegen. Die Maße waren 94 x 64 m. Der Sparte Fußball stand somit eine Sportanlage zur Verfügung die damals zu den schönsten der B-Klasse gehörte. Die Vorstandschaft bedankte sich bei Herrn Rudolph für seine Großzügigkeit und der Pachtvertrag wurde dem Vereinsausschuss zur Unterschrift vorgelegt, die Vertragsunterzeichnung erfolgte bei der Ausschusssitzung am 20.08.1954.

Die Platzeröffnung erfolgte am 22. August 1954 mit einem Freundschaftsspiel gegen den Nachbarverein Rieden, dass mit 3 : 0 gewonnen wurde.

Die Abteilung Fußball folgte am 01. August 1954 der Einladung der Sportfreunde Rieden an einem Pokalturnier teilzunehmen. Die Sportvereine Bollingen, Kleinkötz, Großkötz und Waldstetten waren ebenfalls anwesend. Im ersten Spiel trafen die Autenrieder Kicker auf Kleinkötz und mussten diesen den Sieg überlassen. Auch das zweite Spiel gegen den SV Bollingen ging verloren. Somit mussten sich die Eintrachtler mit dem 4. Platz begnügen. Ein kleiner Trost für die Blaugelben war, dass sie in den vergangenen Jahren schon einen 1., 2. und 3. Pokal nach Hause geholt haben.

Herr Erich Schulz wurde im Sommer 1954 als Jugendwart der Abteilung Fußball bestimmt, mit dem Ziel, die Autenrieder Jugend für den Fußballsport zu begeistern.

Der Beginn für die Verbandsrunde in der B-Klasse war der 15. August 1954 mit dem Spiel SV Waldstetten – Eintracht Autenried. Der Eintrittspreis betrug 50 Pfennige.

Krisenstimmung in Autenried: Bei einer Ausschusssitzung am 15.10.1954 wurde als Sitzungspunkt 4 beschlossen, dass am 22.10.1954 eine Spielerversammlung mit der gesamten Vorstandschaft stattfinden soll, um die prekäre Lage aufgrund des derzeitigen Tabellenstandes zu erläutern.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ kam bei der Ausschusssitzung am 02. Dezember 1955 ein Spielabbruch bei der Begegnung Autenried – Waldstetten zur Sprache. Übereinstimmend wurde beschlossen das Urteil vom Sportgericht nicht anzuerkennen!

Die Abteilung Fußball beendete am 24. April 1955 mit dem Spiel Krumbach – Autenried, das 1 : 1 endete, ihre Verbandsrunde 1954/55.

Mit dem Abhalten eines Fußballturniers am 22. Mai 1955 hatte die Abteilung Fußball einen vollen Erfolg, so schrieb der damalige Chronist. In der Frühe schon um 5.00 Uhr marschierte die Musikkapelle mit frohen Weisen durch das Dorf, denn zugleich sollte der Tag der Blasmusik damit verbunden werden. Um 8.00 Uhr war gemeinsamer Kirchgang der Sportler, sowie der Gemeindevertretung. Anschließend an den Gottesdienst marschierte der Zug unter Klängen der Blasmusik zum Sportplatz. Inzwischen waren die eingeladenen Vereine: SV Beuren, Sportfreunde Rieden, VfL Großkötz sowie die Sportfreunde Reisensburg eingetroffen und stellten sich am Sportplatz auf.

Nach den Begrüßungen dauerten die Spiele bis 18.00 Uhr und die Mannschaften konnten die Siegerpokale in Empfang nehmen. Mit frohem Tanz klang das Turnier aus

Pokalverteilung:

1: Sportfreunde Reisensburg

2. SV Beuren

3. Sportfreunde Rieden

4. VfL Großkötz

In der Früh des Pfingstsonntages, 29. Mai 1957 starteten die Fußballer zu einem zweitägigen Ausflug nach Innsbruck. Nach anfänglichem miesen Wetter hellte sich der Himmel immer mehr auf und es konnten alle Beteiligten auf einen schönen Ausflug zurückblicken.

Die Verbandsrunde 1955/1956 sollte mit dem Heimspiel am 14. August gegen Krumbach beginnen. Aber wegen der stark auftretenden Kinderlähmung durfte das Spiel nicht durchgeführt werden. Der Saisonbeginn erfolgte am 21.08.1955 mit dem Lokalderby Autenried – Waldstetten, das 1 : 1 endete.

Nachdem die Spielerdecke auf Grund von beruflichen Wegzügen immer dünner geworden war, wurde auf Beschluss des Vereinsausschusses vom 30.12.1955 nur noch die notwendigsten aktiven Spieler dem Bayerischen Fußballverband gemeldet. Weiter wurde bei dieser Ausschusssitzung Spartenleiter Goßner stattgegeben, 3 Paar Schuhe sowie 10 Hosen einzukaufen.

Bei einer schlichten, aber doch schönen Weihnachtsfeier der Abteilung Fußball wurde 07.01.1956 im Vereinslokal auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und bei kameradschaftlicher Harmonie verweilt.

Mit dem letzten Verbandspiel am 03. Juni 1956 nahmen die Fußballer Abschied von der B-Klasse und mussten den Gang in die C-Klasse antreten.

Mit dem Spiel Autenried – Billenhausen am 19. August 1956, das 1 : 1 Unentschieden endete, begann für die Eintrachtspieler in der C-Klasse die neue Verbandsrunde 1956 / 57.

Am Abend des 1. März 1957, wo die gesamte Vorstandschaft und alle aktiven Spieler zugegen waren, musste mit trauriger Gewissheit festgestellt werden, dass die Sparte Fußball nach sechsjährigem Bestehen aufgelöst werden muss. Dies war bedingt durch den beruflichen Wegzug einiger Spieler sowie Überalterung der Mannschaft. Leider konnte die damalige Jugend für den Fußballsport nicht begeistert werden. Die Abmeldung beim Bayerischen Landessportverband erfolgte per Einschreiben am 2. März 1957.

Nachdem in den 60er Jahren viele fußballbegeisterte junge Menschen aus Autenried bei anderen Vereinen in der Nachbarschaft aktiv waren, wurde bei einer außerordentlichen Generalversammlung im Mai 1967 die Abteilung Fußball wieder ins Leben gerufen. Die Gemeinde Autenried hatte bereits Jahre vorher die Voraussetzungen geschaffen und für ca. 15.000 € ein Sportgelände zur Verfügung gestellt, das von vielen freiwilligen Helfern hergerichtet worden war. Vor allem Hans Grüner, der damalige Gemeindeschreiber, ließ nie locker und war einer der „Väter“, sowohl bei der Sportplatzerstellung wie auch bei der Anmeldung beim Fußballverband. Gustav Kautter war ebenfalls maßgeblich beteiligt; er stellte sich als Abteilungsleiter zur Verfügung, trainiert wurde die Mannschaft von Hubert Strauch aus Ichenhausen. 36 Spieler bei den Senioren und 40 Jugendliche schnürten für die Eintracht die Fußballstiefel. Das 1. offizielle Spiel fand am 6.8.1967 gegen Grafertshofen statt und wurde gleich mit 3:1 Toren gewonnen. Das erste Tor für die Autenrieder schoß übrigens ein Oxenbronner: Franz Metzinger. Gegner bei der Sportplatzeinweihung war der SV Ettenbeuren, dem man nach 90 Minuten mit 3:8 unterlag.

Durchschnittlich waren in den ersten Jahren die Plazierungen in der Tabelle, überdurchschnittlich schnell drehte sich jedoch das Trainerkarusell. Auf Hubert Strauch folgte Willi Heinle aus Ichenhausen, Alois Neiß aus Mönstetten, Manfred Hüttner und bis zur Saison 1973/74 Josef Saur. In der darauffolgenden Saison 1974/75 der 1. Höhepunkt in der Geschichte der Eintracht-Fußballer. Mit Ossi Jäkel aus Obenhausen als Trainer stieg die 1. Mannschaft mit 9 Punkten Vorsprung und einem Torverhältnis von 79:20 in die B-Klasse auf. Torschützenkönige waren Willi Anderhofstadt und Johann Schuler mit je 25 Treffern. Im ersten Jahr in der B-Klasse erreichte die Eintracht auf Anhieb die Vize-Meisterschaft. Im nächsten Jahr musste man jedoch wieder den bitteren Gang in die C-Klasse antreten.

Im Jahre 1977 übernahm Roland Bärreiter aus Günzburg das Kommando auf der Trainerbank; im ersten Jahr führte er die Reserve zur Meisterschaft, im zweiten Jahr gelang ihm dieses Kunststück mit der 1. Mannschaft. Zum 2. Mal wurde die Meisterschaft in der C-Klasse überlegen mit 44:10 Punkten und 98:30 Toren ins Kötztal geholt. Die Torjäger in der damaligen Meistermannschaft hießen Johann Schuler mit 25 Toren vor Andreas Schuler mit 23 Treffern. Nach diesen Erfolgen verabschiedete sich der Trainer, sein Nachfolger hieß für vier Jahre Rolf Zanchettin aus Beuren. Ein Wechsel auch in der Abteilungsführung. Nach 12 Jahren übergab Gustav Kautter das Amt an Alfons Schuler. Nach drei Jahren in der B-Klasse (mit Licht und Schatten) stieg man wieder ab; Abteilungsleiter ist nun Alois Kehrle. In der Saison 1982/83 erreichte die Eintracht ihren bisher größten Erfolg im DFB-Pokal. Nach Siegen über Langenhaslach, Kleinkötz, Scheppach und den SC Ichenhausen scheiterte man erst nach großem Kampf in der 5. Runde am damaligen Bezirksligisten SSV Glött.

Ein weiterer Meilenstein in der Abteilung Fußball folgte 1983 mit der Einweihung des neuen Sportplatzes. Nach großer Eigenleistung der Mitglieder wurde in knapp drei Jahren Bauzeit auf einem ehemaligen Lehmfeld der Ziegelei Ott ein neues Sportgelände geschaffen. Die Sportwoche anläßlich der Einweihungsfeierlichkeiten endete mit einem Sieg des SV Ettenbeuren. Mit dem neuen Sportplatz kamen auch neue Gesichter in die Reihen der Verantwortlichen für die Fußballabteilung. Manfred Hüttner wurde Trainer und Helmut Baur neuer Abteilungsleiter. Sportlich gesehen blieb vorerst alles beim Alten, denn man bewegte sich immer im Mittelfeld der C-Klasse. 1984 übernahm Spielertrainer Rudi Strobl aus Ettenbeuren die Eintracht. Nach einem 3. Platz im ersten Jahr führte er die Eintracht in der Saison 1985/86 zum 3. Mal in B-Klasse. Mit nur einer Niederlage in 20 Punktspielen standen die Eintrachtler in der Endtabelle mit 37:3 Punkten und 68:13 Toren ganz oben. Torschützenkönig im Aufstiegsjahr wurde mit 14 Treffern Peter Sauter. Doch schon ein Jahr später stiegen die Blaugelben wieder ins Fußballunterhaus ab. Das Amt des Abteilungsleiters übernahm Hermann Nyenhuis. Auf Rudi Strobl als Trainer folgte ab der Saison 1988/89 für 3 Jahre Johann Schuler, doch auch mit ihm als Coach ließ sich keine Meisterschaft nach Autenried holen.

1991 wurde Helmut Baur erneut zum Abteilungsleiter gewählt und Karl Walke setzt die Tradition der „Trainer aus Beuren“ fort. Während die Reserve im Spieljahr 1992/93 Meister wurde, fehlt es der 1. Mannschaft an der nötigen Konstanz, um sich auf den vorderen Rängen der C-Klasse West 2 festsetzen zu können. Nach drei Jahren als Trainer verließ 1994 Karl Walke die Eintracht und kehrte zu seinem Heimatverein zurück. Nachfolger wurde Franz Göttel aus Bubesheim.

Am 15.10.1994 hatte das Autenrieder Sportgelände berühmte Gäste: 30 Spitzensportler (u.a. mit Speerwurf-Olympiasieger Klaus Wolfermann) traten zu einem Wohltätigkeitsspiel mit dem „FC Olympia“ an.

Unmittelbar vor der Saison 1995/96 legte Trainer Franz Göttel sein Amt nieder und in einer Blitzaktion kehrte Rudi Strobl an seine alte Wirkungsstätte zurück. Doch auch er schaffte es nicht, die Eintracht aus der Mittelmäßigkeit der Tabelle an die Spitze zu führen. Die Reserve machte es jedoch besser: Sie holte sich den Meistertitel und verteidigte ihn in der darauffolgenden Saison. Nach zwei schwierigen Jahren in Autenried verließ Rudi Strobl 1997 die Eintracht und Günther Sittenberger aus Neuburg übernahm die Position des Trainers.

Die 1. und 2. Mannschaft sind in der Saison 1997/98 hinter den Erwartungen geblieben. Die 1. Mannschaft kam über einen 12. Platz mit 31 Punkten und einem Torverhältnis von 35:49 nicht hinaus und auch die Reservemannschaft konnte nach zwei Titeln hintereinander diese Spitzenposition nicht halten und fiel auf einen 5. Platz zurück. Nach einem 9 : 0 Debakel Anfang März 1999 beim FC Konzenberg stellte Günther Sittenberger sein Amt als Trainer zur Verfügung. Interimstrainer bis zum Saisonende wurde Peter Schneider.

Mit Rade Opacic aus Offingen konnte ein kompetenter Trainer gefunden werden, der zuvor beim FC Gundelfingen als Jugendtrainer und Co-Trainer der Bayernliga- bzw. Landesligamannschaft tätig war. Seit seiner Amtsübernahme am 01.07.1999 zeigt die Leistungskurve der Eintracht wieder nach oben. So konnte in der Saison 1999/2000 der 10. Platz erzielt werden und in der Saison 2000/2001 stand der 4. Tabellenplatz zu buche. Nach 9 Jahren Amtszeit übergab Helmut Baur im Jahr 2000 das Amt des 1. Abteilungsleiters an Peter Schneider.

Die Euphorie der Vorsaison konnte in die Saison 2001 / 2002 übertragen werden. So belegte die 1. Mannschaft mit 59 Punkten und 72:25 Toren den 2. Tabellenplatz, der zur Relegation um einen Aufstiegsplatz in der Kreisklasse West berechtigte. Unsere Reserve beendete die Saison, mit 21 Punkten und 44:62 Toren als Tabellenzehnter. Vor 800 Zuschauern traten die Opacic Schützlinge am 12. Juni 2002 in Ettenbeuren gegen den SV Mindeltal zur Relegation an.  Leider war nach 90 Minuten der Traum vom Aufstieg geplatzt – man verlor das Relegationsspiel mit 2:3.

Zum 90jährigen Vereinsbestehen gastierte am 15.09.2002 der Regionalligisten FC Augsburg im Kötztalstadion.  Die Blaugelben wehrten sich eine Halbzeit lang recht wacker und gingen mit 0:3 in die Kabinen; der Endstand war 0:10. Apropos höherklassige Mannschaften, zu unserer Vereinsheimeinweihung 1998 gab der damalige Bundesligist SSV Ulm seine Visitenkarte im Kötztal ab. 0:19 lautete das Resultat.

Im März 2003 standen Neuwahlen bei der Abteilung Fußball an, als Abteilungsleiter stellte sich Josef Lohr aus Rieden zur Verfügung.

Nach 4 Jahren Trainertätigkeit in Autenried übergab Rade Opacic sein Traineramt ab der Saison 2003 / 2004 an Fritz Seibold aus Kleinkötz. Mittlerweiler trug die Arbeit der Eintracht Jugendabteilung Früchte und es gelang Fritz Seibold in den nächsten drei Jahren in Autenried eine junge, schlagkräftige Truppe zu formen. So belegte die 1. Mannschaft in seiner 1. Amtszeit den 5. Platz, im darauffolgenden Jahr den 8. Platz und in der Runde 2005 / 2006 den 4. Rang.

Fritz Seibold verstand es während seiner Dienstzeit in Autenried eine gut spielende, taktisch disziplinierte Reservemannschaft zu formen, welches die Platzierungen zwischen Platz 2 bis 4 widerspiegeln. Viele junge Spieler werden somit an den Kader der 1. Mannschaft herangeführt um in Zukunft Stammkräfte bei der Eintracht zu werden.

Um in den Kampf, um die begehrten Aufstiegsplätze eingreifen zu können, wurde mit Robert Wagner aus Gundelfingen, zu Beginn der Saison 2006 / 2007, ein erfahrener Spielertrainer verpflichtet.

Neben dem neuen Trainer, gab es in diesem Spieljahr eine Änderung bei der Struktur des schwäbischen Fußballs. Es erfolgte eine Neustrukturierung des Fußballbezirkes unter dem Namen „Kreis Donau“ und die damit verbundene Einteilung der Mannschaften nach geografischen Aspekten. Somit war der Wechsel von der A-Klasse West 2 (früher C-Klasse West2) in die A-Klasse West 1 besiegelt, in welcher die Vereine aus dem südlichen Landkreis Günzburg beheimatet sind.

Für positive Schlagzeilen sorgten die Eintracht Kicker mit dem Erreichen des Totopokal-Halbfinales, wo man nach großem Kampf dem Kreisligisten TSV Ziemetshausen zu Hause mit 0 : 2 unterlag. Vorausgegangen waren Siege gegen den SV Unterknöringen, SV Donaualtheim, SSV Dillingen sowie 2 Freilosen in der Runde 3 und 4.

„Eine Bereicherung für die Endrunde“ stand am Montag, 08.01.2007 mit großen Lettern in der Günzburger Zeitung zu lesen. Grund dafür war die Qualifikation unserer Eintrachtkicker für die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft in Günzburg. Am Dreikönigstag wuchsen die Eintrachtler über sich hinaus und schafften die Überraschung schlecht hin. Im Auftaktspiel wurde der Bezirksligist Wiesenbach mit 1 : 0 bezwungen, ebenso besiegten die Eintrachtler den Kreisligisten Bosporus Thannhausen mit 4 : 2. Den Weg in die Endrunde ebnete ein 4 : 1 Sieg über den Bezirksligisten TSV Krumbach.

Viertelfinalgegner bei der Hallenkreismeisterschaft war der Tabellenführer der Kreisliga West der VfR Jettingen. Die Nervosität war den Eintrachtspieler vor fast ausverkaufter Rebayhalle anzumerken und der Ball lief im Eintrachtspiel nicht mehr so rund wie in der Vorrunde. Trotz einer sehr guten Schlussphase musste sich die Mannschaft von Spielertrainer Robert Wagner mit 4 : 3 geschlagen geben.

Der Höhepunkt des Spieljahres 2006 / 2007 war zweifelsohne der Gewinn der Meisterschaft in der A-Klasse West 2. Mit einem 9 : 0 Kantersieg über den SV Neuburg konnte am vorletzten Spieltag die Rückkehr in die Kreisklasse, nach 21 Jahren, gefeiert werden.

Für das Spieljahr 2007/2008 konnten die Eintrachtverantwortlichen mit Christian Müller einen engagierten Spielertrainer präsentieren, nachdem Meistertrainer Robert Wagner aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand.

Mit einem Sieg am vorletzten Spieltag, beim späteren Meister FC Mindeltal, konnte das Abstiegsgespenst endgültig aus dem Kötztal verjagt werden und der Klassenerhalt wurde gesichert. Nach einer schwachen Vorrunde, bei der nur 13 Punkte zur Winterpause auf der Habenseite standen, folgte eine starke Rückrunde bei dieser noch 21 Punkte zusätzlich erzielt werden konnten. Maßgeblich Anteil hatte Spielertrainer Christian Müller, der allein in der Rückrunde 15 Treffer erzielte. Bei der Abschlusstabelle belegte die Eintracht mit 34 Punkten und 51 : 36 Toren den 10. Tabellenplatz von 15 Mannschaften.

Nach nur einem Jahr Amtszeit wurde die Zusammenarbeit mit Trainer Christian Müller nicht verlängert. Nachfolger wurde sein Vorgänger Meistertrainer Robert Wagner. Auch in der Saison 2008 / 2009 musste bis zum vorletzten Spieltag um den Klassenerhalt gezittert werden. Letztendlich reichten 22 Punkte in der Endabrechnung zum Verbleib in der Kreisklasse.

Nach dem Sportplatzbau im Jahre 1983 und der Vereinsheimfertigstellung 1998 wurde mit der neuen überdachten Tribüne ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der geselligen Vereinigung Eintracht Autenried gesetzt!

Innerhalb eines Jahres entstand auf der Westseite des Sportplatzes eine überdachte Tribüne, die ca. 400 Zuschauer Platz bietet!

Ausser der Erstellung der Stahlkonstruktion und der Wellblechüberdachung wurden sämtliche Arbeiten in Eigenregie unter Leitung von Capo Herbert Glinkemann ausgeführt!

Um die Eröffnung gebührend zu feiern, wurde am 16.07.2010 das 1. Autenrieder Elfmeterturnier und am 18.07.2010 ein Blitzturnier mit den Mannschaften FC Silheim, SC Ichenhausen, FV Senden und der SpVgg Wiesenbach durchgeführt!

Beim Elfmeterturnier traten 24 Mannschaften (darunter auch 2 Frauenteams) in 4 Gruppen gegeneinander an! Nach unterhaltsamen Spielen wurde am Ende das Experten Team vor den New Kids Turniersieger! Auf Platz 3 folgte das Team KLB-Treffnix, welches sich im kleinen Finale gegen die Schalanderpiraten durchsetzte!

Die Ergebnisse des Blitzturniers:

Gruppe A:

FC Silheim gg. SC Ichenhausen 6:7 n.E

Gruppe B:

FV Senden – SpVgg Wiesenbach 2:3 n.E.

Spiel um Platz 3:

FC Silheim – FV Senden 0:2

Finale:

SC Ichenhausen – SpVgg Wiesenbach 3:5 n.E.

Höhepunkt aber war der Auftritt der Eintracht Kicker im Freundschaftspiel gegen den Bayernliga Meister FC Memmingen! Nach guter Leistung und einen Traumtor von Jürgen Schuler ging dieses Spiel mit 1:7 verloren!

Seit diesem Tage gehen die Eintracht Fussballer im „KLB Kötztal Stadion“ auf Torejagd!!!


AH Mannschaft

Seit 1978 spielt regelmäßig eine AH-Mannschaft und trägt im Jahr ca. 10 Freundschaftsspiele aus. Ein besondere Highlight sind immer die Begegnungen gegen den SV Rettenberg und dem FV Pflaumloch. Mit diesen Mannschaften verbindet die Eintracht seit langen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis.

Fast ein viertel Jahrhundert wurden die „Routiniers“ von Franz Metzinger gemanagt, der im Oktober 2002 das Amt des AH-Leiters an Manfred Lohr übergab.

AH-Spieler verstärken regelmäßig bei Personalmangel die Reservemannschaft. Um den immer dünner werdenden Spielerkader unserer "Oldies" zu verstärken, bildete man im Frühjahr 2002 mit dem SV Hochwang eine Spielgemeinschaft.

 

Junioren

Seit 1967 lernen bei der Eintracht Kinder und Jugendliche das Fußballspielen. Das Amt des Jugendleiters übernahm bei der Abteilungsgründung Erich Schulz. Nachfolger wurde 1968 Stefan Seiler und 1969 stellte sich Siegfried Wirrer als Jugendleiter zur Verfügung. Danach leitete Josef Burkhardt die Jugendabteilung 9 Jahre. Unter seiner Regie wurde 1977, zum 10-jährigen Bestehen der Abteilung Fußball, die A-Jugend-Meister.

Besonders erfolgreich waren die 80er Jahre im Autenrieder Jugendfußball Es wurden insgesamt 5 Meisterschaften mit der  Spielgemeinschaft Autenried / Waldstetten errungen.

Verantwortliche Jugendleiter waren in der Zeit von 1978 – 1981 Siegfried Wirrer,  1982 – 1983 Helmut Baur,  1984 – 1987 Adolf Gehring und von 1988 bis 1993 Franz Metzinger.

Helmut Baur lenkte mit der Doppelfunktion Abteilungsleiter und Jugendleiter von 1994 bis 1996 die Geschicke der Fußballer. Nach längerer Durststrecke, war es in der Punkterunde 1995/96 unseren F-Junioren vorbehalten, die Meisterschaft nach Autenried zu holen.

In den vergangenen Jahren fiel es immer wieder schwer, aufgrund von geburtenschwachen Jahrgängen oder Interessenverlagerungen in andere Sportarten, alle Altersklassen für den Spielbetrieb zu melden.

Mit großem Engagement ist es den Jugendleitern Josef Lohr und Reinhard Schorer gelungen, wieder viele Kinder und Jugendliche für den Fußballsport zu begeistern. So konnten ab der Saison 1996 / 1997 bis zur Saison 1999 / 2000, jeweils vier Jugendmannschaften gemeldet werden.

In Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen Hochwang und Waldstetten stellte das Jugendteam erfolgreich die Weichen für die Zukunft im Jugendfußball. Für das Spieljahr 2001 / 2002 konnten bereits 5 Jugendmannschaften gemeldet werden. Wobei besonders die Meisterschaft der E-Jugend zu erwähnen ist.

Seit der Saison 2002 / 2003 kann die Spielgemeinschaft Autenried / Hochwang / Waldstetten alle Altersstufen besetzen und alle Jugendlichen, gemäß Ihren Altersstufen einsetzen. Besonders erfreulich war die Situation bei den kleinsten Kickern, es konnten zwei F-Jugend-Mannschaften gemeldet werden. Die F1-Junioren wurden sogar auf Anhieb Meister.

Jugendleiter Reinhard Schorer, der seit 1997 bereits das Amt als Jugendleiter inne hat, ist zusammen mit seiner Frau Roswitha ein wichtiges Zahnrad im Eintracht-Uhrwerk.

Geleitet wird die Jugendabteilung durch eine Doppelspitze. Nachdem sich Josef Lohr 2003 als Spartenleiter Fußball zur Verfügung stellte, übernahm für 3 Jahre Helmut Klingler das Amt des Jugendleiters. Nachfolger von Helmut Klingler wurde 2006 Guido Lutz.

Ein zukunftsweisender Schritt der Jugendabteilung folgte im Frühjahr 2006, mit der Neugründung der Junioren-Förder-Gemeinschaft (kurz JFG) "Kötztal 06".

Die Vereine SV Hochwang, SV WaIdstetten und Eintracht Autenried intensivieren ihre Zusammenarbeit bei den Großfeldmannschaften (D- bis A-Junioren) und treten gemeinsam unter dem Namen JFG Kötztal 06 auf.

Die Kleinfeldmannschaften (G-Junioren bis E-Junioren) werden zusammen mit dem SV Hochwang betreut. Das Training und die Spiele finden in Hochwang statt.

Mit Stolz können die Eintrachtler auf 40 Jahre Jugendarbeit zurück blicken – in dieser Zeit konnten unsere Jugendlichen bereits 19 Meisterschaften erringen. Das Ziel der Abteilung Fußball muß es immer wieder sein, genügend junge, begeisterte Fußballspieler auszubilden um damit die Zukunft in dieser Abteilung zu sichern.

 

 

Die Chronik wurde erstellt vom 1. Vorstand Johann Schuler zur Vereinsheimeinweihung
am 26. Juli 1998, ergänzt wurde sie von Peter Schneider & Enrico Hermann.

 

 

 

 

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